Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

KrisenBlog

Mit dem Krisenkompass aus der Ausweglosigkeit

02. Juni 2020, MWS - KrisenBlog

Suizid, Selbsttötung oder Selbstmord sind unterschiedliche Bezeichnungen für eine selbstzerstörerische Tat, die am Ende einer subjektiv erlebten Ausweglosigkeit steht. In einem Prozess einer sich immer mehr zuspitzenden Engführung von Handlungsmöglichkeiten, erscheint der Suizid an einem gewissen Punkt als einzig verbliebene Handlungsoption. Auch wenn statistisch gesehen davon ausgegangen werden kann, dass die überwiegende Anzahl an Suiziden vorher „angekündigt“ wurde, trifft das Umfeld die Nachricht in der Regel nichts ahnend und unvorbereitet. Dieses selbstherbeigeführte gewaltsame Ende bedeutet in der Folge für die Angehörigen nicht selten der Anfang eines lebenslangen Fragens nach dem „Warum“ und der damit verbundenen Schuldfrage.

Mit dem Krisenkompass aus der Ausweglosigkeit

Wortkarten als Türöffner zu positiven Erinnerungen

25. Mai 2020, MWS - KrisenBlog

In Phasen großer Belastung, haben mir nur einen Bruchteil unserer Fähigkeiten, Kräfte und Ressourcen zur Verfügung. Wir vergessen, was im Normalzustand kein Problem wäre. Wir können nicht das abrufen, was uns vielleicht helfen könnte und auch unser Sichtfeld ist stark eingeschränkt. Vielerorts wird dann einseitig auf das geschaut, was unzureichend, lückenhaft und schlecht ist, mit der Folge, dass sich viele in einer Abwärtsspirale deprimierender Gedanken wiederfinden.

Wortkarten als Türöffner zu positiven Erinnerungen

Probleme lösen

18. Mai 2020, MWS - KrisenBlog

„Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück“, heißt der Titel eines Romans von Nelly Arnold aus dem Jahre 2014. Der Titel hat zwar eigentlich nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun, indem es um die Suche nach dem perfekten Partner geht, ist aber dennoch bedenkenswert für den Umgang mit angebotenen Lösungsansätzen.

Gerade die Corona-Zeit strotzt vor Problemen und dementsprechend gibt es Tipps und Hilfen in Hülle und Fülle. Die Qual der Wahl ist angesagt und es liegt vermeintlich nur am Engagement und Leidesdruck der Betroffenen, bis die „richtige“ Strategie aus der Misere gefunden werden kann.

Probleme lösen

Achtsamkeit einüben

15. Mai 2020, MWS - KrisenBlog

„Der Teufel steckt im Detail“ ist eine Redensart, die darauf hinweisen will, dass eine Sache immer schwieriger und komplizierter wird, desto genauer man sich mit den Einzelheiten auseinandersetzt. Die Details werden als Stolpersteine angesehen, die einer Realisierung im Wege stehen. Ihnen wird quasi der „schwarze Peter“ zugeschoben, wenn am Ende eine vermeintlich „große Sache“ nicht umgesetzt werden kann.

Eine völlig andere Sichtweise auf die kleinen, unscheinbaren und alltäglichen Aspekte, hat die offene, neugierige und akzeptierende Haltung der Achtsamkeit. Hierbei geht es nicht um das Problematisieren des Gegebenen, sondern zunächst um das Wahrnehmen und schließlich um das Wertschätzen aktueller Realitäten. Gewissermaßen handelt es sich hierbei um eine Art von Aufmerksamkeitstraining, das helfen kann, den negativen Einfluss unkonzentrierter, grübelnder Gedanken zu begrenzen. Von zentraler Bedeutung ist der „Augenblick“, dessen Wahrnehmung es einzuüben gilt. Ziel ist es, ganz im Hier und Jetzt sein zu können, und sich nicht im Vergangenen und Zukünftigen zu verlieren.

Achtsamkeit einüben

Nähe ist ein "Grundnahrungsmittel"

12. Mai 2020, MWS - KrisenBlog

Umarmungen und intensiver Körperkontakt sind nichts für Jungs. Der männliche Nachwuchs soll dadurch nicht verdorben oder verweichlicht werden. So dachte man zumindest noch bis vor etwas mehr als 60 Jahren. Einen entscheidenden Beitrag zur Abschaffung dieser Auffassung machte der Verhaltensforscher Harry Harlow in seinen Experimenten mit Rhesusaffen-Babys, die er ab 1957 durchführte. Forschungsschwerpunkt war hierbei das Aufzeigen der Bedeutsamkeit von sozialen Kontakten und der Mutter-Kind-Beziehung.

Nähe ist ein "Grundnahrungsmittel"

Psalmen für die Psyche

07. Mai 2020, MWS - KrisenBlog

William Shakespeare schrieb in seinem weltberühmten Werk Macbeth schon: „Gib Worte deinem Schmerz: Leid, das nicht spricht, presst das beladene Herz, bis dass es bricht.“

Leid will, Leid muss sich Luft verschaffen. Wer seine Seelennot nicht herauslassen kann, droht innerlich kaputt zu gehen. Schmerz, Kummer, Wut und Verzweiflung brauchen ein Ventil. Wem es gelingt, diese Gefühle kanalisiert abzubauen, wird an ihnen nicht zugrunde gehen.

Die Bibel ist ein Erfahrungsbuch, das voll von Eindrücken, Einsichten und Gefühlen gegenüber Gott und den Menschen ist. Das Gedanken- und Glaubensgut von Jahrhunderten fließt in sie mit ein und gibt damit Zeugnis von unzähligen Generationen. Glaube, Liebe, Hoffnung, aber auch alle Schattierungen von Not und Elend sind der Bibel nicht fremd, so gesehen kann sie als Kaleidoskop des Menschen angesehen werden.

Psalmen für die Psyche

Augen auf bei der Schulöffnung!

04. Mai 2020, MWS - KrisenBlog

„Ich sehe was, was du nicht siehst“, ist ein bekanntes Kinderspiel, indem es um das Erraten von Gegenständen in der Umgebung geht. „Ich sehe was, was du nicht siehst“, kann auch eine Achtsamkeitsübung sein, die im Bereich der Psychotherapie eingesetzt wird. „Ich sehe was, was du nicht siehst“, ist aber auch ein Spiel für Jugendliche und Erwachsene, das im Auftrag der Präventionsbeauftragten der Bistümer Mainz, Speyer, Trier und dem Caritasverband Speyer e. V. entwickelt wurde. „Ziel des Spiels ist es, achtsames Verhalten zu trainieren, unangemessenes Verhalten rechtzeitig zu erkennen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, die unerwünschtes Verhalten wirkungsvoll stoppen. Wer sich traut, etwas zu sehen, was andere nicht sehen, und darüber spricht, hilft Gefahren aufzudecken und Gewalt – auch sexualisierte Gewalt – zu unterbinden“, wie es in den „Infos zum Spiel“ heißt.

Augen auf bei der Schulöffnung!

(Körper-) Übungen für die Seele

30. April 2020, MWS - KrisenBlog

Körper und Geist, Leib und Seele gehören zusammen. Der Versuch, das eine vom anderen zu trennen, macht in der Regel krank. Um eine belastende Situation besser und erträglicher zu machen, braucht es oftmals gar nicht viel. Dazu gehört die Erkenntnis, dass äußere und innere Haltungen sich wechselseitig positiv beeinflussen können. Manches, was uns hierbei hilft, machen wir automatisch richtig, anders lässt sich leicht erlernen und kann bewusst angewendet, eine große Hilfe darstellen.

In dem kleinen Büchlein „Nur Mut! Das kleine Überlebensbuch. Soforthilfe bei Herzklopfen, Angst, Panik & Co.“ von Dr. med. Claudia Croos-Müller, geht es um kleine (Körper-) Übungen, die eine große Wirkung auf den ganzen Menschen haben. Als Fachärztin für Neurologie und Psychotherapie erklärt sie auf Basis fundierten medizinischen Wissens, was im Körper hierbei vorgeht und warum diese Techniken zu erfolgreich sind.

(Körper-) Übungen für die Seele

Hilfen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern

27. April 2020, MWS - KrisenBlog

Kinder und Jugendliche erleben auf ihre Weise die Corona-Krise. Für sie ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ihnen fehlen ihre Freunde, ihr Sportverein und ihre Klassenkameraden! Sie sind vielerorts durch das verunsichert und überfordert, was sie zuhause und über die Medien mitbekommen. Was tun – außer Hausaufgaben am PC erledigen? Netflixen, Skypen und Online-Spielen – ist das alles?

Hilfen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern

Das (innere) Team gewinnt!

23. April 2020, MWS - KrisenBlog

Wer will das nicht, stark und selbstbewusst durchs Leben gehen? Gerade für schwierige Zeiten brauchen wir äußeren, aber auch inneren Rückhalt, der uns die nötige Kraft gibt, das Anstehende zu meistern. Vor allem innere Stärke und Ausgeglichenheit sind für viele Situationen ausschlaggebend.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Jutta Heller einen im ersten Moment ungewöhnlichen, aber überaus effektiven Ansatz des „Selbstcoachings“ entwickelt. Sie ist Professorin für Training & Business Coaching an der Hochschule für angewandtes Management in Erding. In ihrem Praxisbuch „So bin ich stark. Gut aufgestellt mit dem inneren Team“ gibt sie hierfür wertvolle Impulse, die mittels praktischer Übungen sofort umgesetzt werden können.

Das (innere) Team gewinnt!

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