Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil II

01. Dezember 2020, KEB - KrisenBlog

Ordnung ist das halbe Leben...

so lautet ein etwas verstaubtes, altes Sprichwort. Unbestreitbar aktuell ist allerdings die Tatsache, dass Struktur und Ordnung für den Bereich des Krisenmanagements und der Krisenbewältigung unverzichtbar ist. "Struktur hilft gegen Chaos" lautet daher nicht umsonst ein zentraler Leitsätze in diesem Zusammenhang.

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil II

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil I

25. November 2020, KEB - KrisenBlog

Der sog. "Kontra-Punkt-Ansatz" ist ein theoretischer Ansatz aus dem Bereich "Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen für Einsatzkräfte", kurz: "SbE" genannt. Für Feuerwehr, Rettungskräfte, Polizei und Notfallseelsorge werden hierbei entsprechende Ausbildungsmodule angeboten, die helfen sollen, mit potientiell belastenden Ereignissen besser umgehen zu können. Es handelt sich also um einen Theorieansatz, der eine große praktische Relevanz aufweist.

Bildlich gesprochen geht es hierbei um das Aufzeigen und Aktivieren von Kontra-Punkten/Gegengewichten zu zuvor als belastend erlebten Ereignissen. Hierfür hilft die Vorstellung einer Waage, auf deren einen Seite die belastenden Erlebnisse und Umstände liegen und auf der anderen Seite, quasi als Gegengewichte/Kontra-Punkte, sich hilfreiche und entlastende Verhaltensweisen befinden.

 

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil I

6 Hut-Methode

12. November 2020, KEB - KrisenBlog

Krisenbewältigung ist eine Sache von Zuständigkeiten. Es gibt klare Hierarchien und Verantwortungsbereiche. Dies ist nicht nur in Politik, Rettungsdienst und Militär so, sondern letztlich überall. Salopp ausgedrückt, kommt es vor allem in schwierigen Situationen darauf, wer welchen Hut auf hat und wie die handelnden Akteure zusammenarbeiten.

Die im Folgenden dargestellt 6-Hut-Methode lädt dazu ein, sich in andere Rollen, Zuständigkeiten und Sichtweisen hineinzudenken. Es gibt selten nur eine Sicht auf die Dinge und letztlich kommt es auf das Zusammenspiel von allen an, damit letztlich ein gutes und tragfähiges Ergebnis herauskommt.

6 Hut-Methode

... außer man tut es.

05. November 2020, KEB - KrisenBlog

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, so lautet ein berühmtes Zitat von Erich Kästner, das gerade in der Anfangszeit von Corna viele Menschen animiert und motiviert hat, Gutes zu tun.

An vielen Orten ist schon wieder fast in Vergessenheit geraten, was es im ersten „Lockdown“ im März für hilfreiche, ehrenamtliche Initiativen gab. In Windeseile gab es Sportvereine und Jugendgruppen, die Einkaufsdienste für ältere Mitbürger*innen übernommen haben, es gab Balkonkonzerte vor Altenheimen und spontanen Applaus für das Pflegepersonal. Nachbarschaftshilfe und ein gesellschaftliches Zusammenrücken in der Not, war in weiten Teilen spürbar. Digitale Lösungen wurden in vielen Unternehmen gesucht und gefunden und verstärkt wurden regionale Einkäufe getätigt, die die Vorort-Betriebe unterstützen sollten.

... außer man tut es.

Wie ich in der Zeit von Covid19 sein will

13. Oktober 2020, KEB - KrisenBlog

Jeder Mensch kann so sein, wie er will. Er ist aber nicht verpflichtet so zu bleiben.

Dieser Satz begleitet mich schon seit vielen Jahren. Auf eine unaufdringliche Art legt er mir nahe, mein Verhalten und meine Einstellung wahrzunehmen und zu überprüfen. Besonders das letzte halbe bis dreiviertel Jahr war für alle von neuen Herausforderungen und Belastungen gekennzeichnet. Diese Zeit wurde nicht selten zu einem Charakter- und Härtetest für das Berufs- und Privatleben.

Holzschnittartig lassen sich im Hinblick auf den persönlichen Umgang mit der Covid19 - Krise drei „Zonen“ ausmachen, die die (innere) Haltung und Einstellung zur Gesamtsituation widerspiegeln.

Wie ich in der Zeit von Covid19 sein will

Erinnern Sie sich?

02. Oktober 2020, MWS - KrisenBlog

Erinnern Sie sich, als sich spätestens Ende Februar die Corona-Lage auch bei uns zugespitzt hat?

Erinnern Sie sich, als es keinen Tag mehr ohne Sondersendungen dazu gab?

Erinnern Sie sich, als über die vielen Toten und massenhaft Särge aus Italien berichtet wurde?

Erinnern Sie sich, als es unmöglich wurde, Schutzmasken zu bekommen?

Erinnern Sie sich, als Sie das erste Mal Menschen mit einen Mund-Nasenschutz beim Einkaufen gesehen haben?

Erinnern Sie sich, als Sie das erste Mal damit einkaufen waren?

Erinnern Sie sich, als es Einkaufsdienste für Ältere in allen Orten gab?

Erinnern Sie sich, als Sicherheitsdienste die Zugänge zu Supermärkten geregelt haben?

Erinnern Sie sich, als Regale leergefegt waren?

Erinnern Sie sich, als Toilettenpapier und Desinfektionsmittel gehortet und nur rationiert verkauft wurde?

Erinnern Sie sich, als die Straßen im Berufsverkehr plötzlich leer waren?

Erinnern Sie sich, dass Sie für Ihren Weg zum Arbeitsplatz Bescheinigungen dabei haben mussten, um überhaupt dorthin fahren zu dürfen?

Erinnern Sie sich, als fast alles zu war?

Erinnern Sie sich, als der Himmel ohne Kondensstreifen war, weil keine Flugzeuge geflogen sind?

Erinnern Sie sich, als die Luft in den Städten viel besser geworden war?

Erinnern Sie sich, als Sie nicht mehr Ihre Angehörigen in Krankenhäusern und Altenheimen besuchen durften?

Erinnern Sie sich, als nur Balkongespräche und über die Gartenzaun erlaubt waren?

Erinnern Sie sich, als Sie sich abgeschnitten, allein und ohnmächtig gefühlt haben?

Erinnern Sie sich, als Zukunftsängste das beherrschende Thema waren?

Erinnern Sie sich?

Gut für sich sorgen

25. September 2020, MWS - KrisenBlog

Belastende Ereignisse, Krisen und Schicksalsschläge kosten enorm viel Kraft. Betroffene werden an- und nicht selten über ihre Belastungsgrenze geführt. Emotionale Schwerstarbeit wird hierbei geleistet, die nicht auf Dauer erbracht werden kann, ohne ihren körperlichen oder seelischen Tribut zu fordern.

Gut für sich sorgen

Fließender Übergang

18. September 2020, MWS - KrisenBlog

Wann wird der Alkoholkonsum zum Problem? Eine schwierige Frage.

Nachgewiesenermaßen ist aber gerade der Alkoholkonsum in der Corona-Zeit für viele zu einem Problem geworden, wie eine anonymen Online-Befragung  des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Nürnberg gezeigt hat.

Quelle: www.zdf.de/politik/frontal-21/alkohol-konsum-in-corona-zeiten-100.html (Zugriff 18.09.20)

Fließender Übergang

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