Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

... außer man tut es.

Avatar of KEBKEB - 05. November 2020 - KrisenBlog

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, so lautet ein berühmtes Zitat von Erich Kästner, das gerade in der Anfangszeit von Corna viele Menschen animiert und motiviert hat, Gutes zu tun.

An vielen Orten ist schon wieder fast in Vergessenheit geraten, was es im ersten „Lockdown“ im März für hilfreiche, ehrenamtliche Initiativen gab. In Windeseile gab es Sportvereine und Jugendgruppen, die Einkaufsdienste für ältere Mitbürger*innen übernommen haben, es gab Balkonkonzerte vor Altenheimen und spontanen Applaus für das Pflegepersonal. Nachbarschaftshilfe und ein gesellschaftliches Zusammenrücken in der Not, war in weiten Teilen spürbar. Digitale Lösungen wurden in vielen Unternehmen gesucht und gefunden und verstärkt wurden regionale Einkäufe getätigt, die die Vorort-Betriebe unterstützen sollten.

Dieses Engagement hat nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Handelnden in der Regel gut getan.

Helfen macht nämlich Freude und Freunde.

Wie sieht es jetzt im zweiten sog. „Lockdown-light“ aus? Wer engagiert sich für was und wen? Wieviel Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft ist wo zu spüren?

Vielleicht ist die Corona-Krise bei vielen nur noch ärgerlich? Vielleicht nerven die Vorgaben und Regeln einen großen Teil der Bevölkerung nur noch? Vielleicht hat sich mit der Zeit vieles an Einsatzwillen abgeschwächt und manch einer ist im Hinblick auf die Probleme anderer abgestumpft?

Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit sind Resilienzfaktoren für mehr Wohlbefinden im Leben. Anderen zu helfen und sich dankbar für das Erhaltene zu zeigen, tut einem selbst und anderen gut. Vielleicht gibt es auch im zweiten „Lockdown“ Möglichkeiten, sich und anderen etwas Gutes zu tun?   

 

Schreiben Sie mir, was Sie Gutes in der Corona-Zeit erlebt oder selbst getan haben?

 

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

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