Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil IV

Avatar of KEBKEB - 17. Dezember 2020 - KrisenBlog

Die Auseinandersetzung mit dem Tod fällt vielen Menschen verständlicherweise schwer, weil er mit eigenen (Verlust-)Ängsten und (Verlust-)Erfahrungen in Verbindung steht. Auch seine Endgültigkeit und Unumkehrbarkeit macht vielen zu schaffen.

Die Corona-Pandemie konfrontiert uns gerade in den letzten Tagen mit einer hohen Anzahl an Todesfällen. Die Zahl der Todesfälle erreichte heute, am 18.12.20, mit 813 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch, 16.12.20, verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, lag am Freitagmorgen (18.12.20 - Stand 8:00 Uhr) bei 25.165.

Das sind erschreckende Zahlen, die nachdenklich und sorgenvoll machen. Gerade in der Adventszeit, kurz vor Weihnachten, passt das Thema Tod überhaupt nicht in die Gefühlswelt der Menschen. Am Ende dieses Corona-Jahres, ist die Sehnsucht nach "heiler Welt", Frieden und familiären Zusammenhalt größer denn je.

Umso wichtig ist es, getreu dem "Kontra-Punkt-Ansatz", dem Erleben von Tod, die Lebendigkeit und Leichtigkeit des Lebens entgegenzusetzen. DAS Gegengewicht zum Tod ist das Leben.

Dementsprechend lautet die "Hausaufgabe" in der diesjährigen (vor-)weihnachtlichen Zeit:

  • körperlich und geistig anregende Dinge tun
  • sich bewegen und Sport machen
  • gutes Essen und das Leben genießen
  • kreativ oder handwerklich zuhause tätig sein

Schreiben Sie mir, bei was Sie sich lebendig und gut fühlen können?

 

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

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