Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

Lebenszeichen für harte Zeiten

Avatar of KEBKEB - 05. Mai 2021 - KrisenBlog

Der Frühling ist für zahlreiche Menschen eine Zeit des Aufbruchs und des neu erwachten Lebensgefühls. Sattes Grün, blühende Blumen, ausschlagende Bäume und warme Sonnenstrahlen tun einfach gut. Das Leben ist wieder zurück und das hebt die Stimmung bei vielen.

Doch was für die einen wohltuend und kraftspendend ist, ist für die anderen der Verweis, dass es in ihnen dunkel und leer ist. Die Rede ist von Trauernden, die sich von der Aufbruchstimmung abgehängt und zurückgelassen fühlen. Das Lächeln der anderen, wird bei ihnen zur finsteren Miene, die niemand mehr sehen und hören kann. Vielleicht nie im Jahr wird die Diskrepanz zwischen der inneren Welt trauernder Menschen und der Außenwelt so eklatant deutlich, wie an schönen Frühlingstagen.  

"Lebenszeichen" heißt die Aktion des Referats Hospiz- und Trauerseelsorge im Bistum Speyer, die helfen und begleiten will. Besonders trauernden Menschen soll in dieser schweren Zeit ein kleines Zeichen des Lebens geschenkt werden.

"Die Impulse sollen helfen, der Trauer im eigenen Leben einen Raum zu geben, diese wahrzunehmen und auszudrücken. Manchmal hilft es, die eigenen Gedanken aufzuschreiben. Die vielen Eindrücke kommen so zum Ausdruck. Vielleicht haben Sie Lust, sich ein kleines Büchlein zu kaufen. Ein Buch mit leeren weißen Seiten (DIN A 5 oder DIN A 4). Es könnte Ihr „Lebenszeichen“-Buch werden. Sie können immer wieder darin lesen, blättern und die Seiten nach und nach füllen. Mit den Gedanken, die Ihnen selbst kommen oder mit Hilfe der Impulse, die Ihnen ein „Lebenszeichen“ sein wollen. Sie sind eingeladen, die erste Seite dieses Büchleins zu gestalten mit dem Wort, mit Ihrem „Lebenszeichen“.

Sie können die Impulse in Ihrem eigenen Tempo abrufen, so, wie es Ihnen gerade passt. Doch es empfiehlt sich, immer auch eine Pause zwischen den Impulsen einzulegen, damit sie (nach-)wirken können…"

Quelle: https://www.bistum-speyer.de/seelsorge/sterben-und-trauern/lebenszeichen-impulse-fuer-trauernde/?print=194%29

 

Schreiben Sie mir, wie Sie mit Ihrer Trauer im Frühling umgehen?

 

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

Neuer Kommentar

0 Kommentare

Wenn neue Blogbeiträge erscheinen, möchte ich benachrichtigt werden

Benachrichtigung bei neuen Blog-Artikeln