Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

Konstante: Wandel

Avatar of KEBKEB - 06. Oktober 2021 - KrisenBlog

Welches ist Ihre frühste Erinnerung? Welche Bilder und Situationen tauchen vor Ihrem inneren Augen auf? Welche Gefühle verbinden Sie mit dieser Zeit?

Meine ältesten Erinnerungen sind Bildfetzen aus dem Kindergarten. Ich kann sie nicht näher einordnen, dennoch kann ich mich an die ein oder andere Begebenheit erinnern. Manchmal ertappe ich mich dabei, wenn ich in einem Fotoalbum aus Kindertagen blättere, dass ich gedanklich in diese längst vergangene Zeit wieder eintauche. Ich erinnere mich an längst verstorbene Familienmitglieder, an längst vergangene Zeiten. Und manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich sehe, wie ich mich und wie sich andere seither verändert haben. 

"Nichts ist so beständig wie der Wandel", hat Heraklit von Ephesus (535-475 v. Chr.) schon gesagt. Und tatsächlich, nichts bleibt so wie es ist. Wir bleiben nicht das (hoffentlich) sorglose Kind. Die Schulzeit hat irgendwann ein Ende, ebenso wie die Pubertät und auch das Erwachsenenleben kennt viele Abschnitte und Einschnitte. Verständlich ist zwar der Wunsch nach Stabilität und Kontinuität, aber die Realität fordert von uns immer wieder ein um- und weiterdenken.

Gerade Krisenzeiten sind Veränderungszeiten. Zeiten, in denen sich unser Leben wandelt und dadurch ich selbst mich bewegen und verändern muss. Diese Bewegungen tun weh und schmerzen sehr, weil es ein "Weiterso" nicht mehr gibt. Außerdem kostet es viel Kraft, sich neu zu (er-)finden.

Wenn es eine Konstante im Leben gibt, dann ist es der Wandel. Ich wünsche Ihnen daher, dass Sie die Veränderungen des Lebens annehmen können. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Menschen haben, die Sie in den unterschiedlichen Prozessen des Lebens begleiten und unterstützen. Ich wünsche Ihnen Neugier und Dankbarkeit im Hinblick auf das, was in Ihrem Leben möglich ist und möglich werden wird. Schließlich wünsche ich Ihnen einen Glauben an-, eine Hoffnung für- und eine Liebe zu sich selbst!

Schreiben Sie mir, welche Veränderungen Sie schon gemeistert haben?

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorge 

Neuer Kommentar

0 Kommentare

Wenn neue Blogbeiträge erscheinen, möchte ich benachrichtigt werden

Benachrichtigung bei neuen Blog-Artikeln