Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

Vom stärksten Mädchen der Welt lernen

Avatar of KEBKEB - 29. November 2021 - KrisenBlog

„Und nun holte sie drei Eier und warf sie in die Luft. Eins fiel ihr auf den Kopf und ging kaputt, sodass ihr das Eigelb in die Augen lief. Aber die anderen fing sie geschickt in einem Topf auf, und dort gingen sie kaputt. „Ich habe immer gehört, dass Eigelb gut für die Haare sein soll“ sagte Pippi und wischte sich die Augen aus.“

Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, kurz Pippi, ist der Traum aller Kinder. Die neunjährige „Piratentochter und Lügenbaronin“ strotzt vor Selbstbewusstsein und übermenschlichen Kräften. Nichts und niemand kann ihr die gute Laune verderben und schon gar kein Ei, das ihr auf den Kopf fällt. Allem kann sie etwas Gutes abgewinnen. Ihr Markenzeichen sind Sommersprossen und rote Haare, die sie zu zwei abstehenden Zöpfen geflochten hat.

Sie ist das Paradebeispiel für einen Menschen, den man resilient nennen kann. Damit ist die Widerstandsfähigkeit gemeint, mit belastenden Situationen umgehen zu können und trotz Risikofaktoren sich gut zu entwickeln.

Für die neunjährige Pippi wäre der Tod ihrer Mutter und die Tatsache zu nennen, dass sie allein in einem Haus mit einem Pferd (Kleiner Onkel) und einem Äffchen (Herr Nilsson) lebt. Diese von außen als Risikofaktoren anzusehenden Umstände überschatten aber nicht ihr Leben, sie genießt es vielmehr und erlebt zusammen mit den braven Nachbarskindern Tommy und Annika diverse Abenteuer.

Vor allem in Krisen braucht man Vorbilder, die einem gut tun. Dazu können auch Phantasiegestalten gehören, die Halt und Kraft geben. Sinniger Weise erschien „Pippi Langstrumpf“ erstmalig am 01. September 1945 als Buch, also einen Tag vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In einer der bittersten Zeiten der Menschheit begann eine Erfolgslawine zu rollen, die Generationen von Kindern (und Erwachsenen) in den Bann des „stärksten Mädchens der Welt“ gezogen hat.

Vielen hat ihr Lied „2 x 3 macht 4“ Freude bereitet. Vielleicht lohnt sich auch heute wieder ein Blick darauf:

efraimstochter.de/18-Pippi-Langstrumpf-Song-auf-deutsch.htm

 

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

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