Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

Gefiltert nach KEB Filter zurücksetzen

Verpasstes Leben

23. Februar 2021, KEB - KrisenBlog

Dieses vergangene Jahr gibt uns niemand mehr zurück. Schönreden ist nicht angesagt. Es ist einfach nur bitter und traurig.

So vieles wurde abgesagt, oder gar nicht erst geplant. So viele Enttäuschungen, die weh taten und nicht mehr wieder gut zu machen sind. Egal, wie wir es drehen oder wenden, dieser Zug ist abgefahren.

Verpasstes Leben

Mal was ganz anderes - Helau ;-)

10. Februar 2021, KEB - KrisenBlog

Heute beschäftige ich mich ganz bewusst einmal nicht mit Corona.

Das Leben war, das Leben ist und das Leben wird auch wieder soviel mehr als das Virus sein.

Welche schönen und lustigen Momente, haben auch unabhängig von der Pandemie im letzten Jahr einen bleibenden Wert für Sie? Wenn sie auf ihr Leben und ihre Lieben schauen, was ist auf dem Hintergrund medialen Dauerfeueres tragischer Weise untergegangen und verschüttet worden? Wo und wann und wem gegenüber waren Sie vielleicht zu verkniffen, zu barsch, zu unfreundlich? Wo wäre ein Lächeln besser gewesen, als immer zu stänkern?

Mal was ganz anderes - Helau ;-)

Inzidenz Abstinenz tut gut

05. Februar 2021, KEB - KrisenBlog

Unter "Redundanz" versteht man in der Sprachtheorie die mehrfache Nennung von Informationen, die für das Verständnis des Gesamtkontextes nicht notwendig sind." Weniger akademisch, aber dafür umso griffiger, hat es der Wort-Künstler Karl Valentin einmal ausgedrückt: "Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von allen".

Hand aufs Herz, wie viel Neues haben Sie in den letzten Wochen und Monaten wirklich noch über das Corona-Virus erfahren? Lassen wir mal die Corona-Mutationen und das Drama im Zusammenhang mit dem Impfen weg, was haben wir nicht zum x-ten Mal gehört und gelesen? Seit einem Jahr sind Zeitungen, Berichterstattungen und selbst alltägliche Gespräche voll vom gleichen Thema. Noch nie gab es in den letzten Jahrzehnten weltweit so viel Worte, über das ein und dasselbe.

Inzidenz Abstinenz tut gut

Parole oder Mantra?

27. Januar 2021, KEB - KrisenBlog

Die Nerven liegen bei vielen blank. Reserven gibt es fast nicht mehr. "Ich krieg langsam wirklich die Krise. Wie lange noch müssen wir durchhalten und den Corona-Wahnsinn aushalten? Ich kann, ich will nicht mehr!" Solche und ähnliche Gedanken gehen in diesen Tagen vielen Menschen durch den Kopf. Wen wundert es da, dass Durchhalteparolen die Runde machen, nach dem Motto: "Fenster auf, Augen zu und durch".

Wenn man auf den Ursprung des Wortes "Parole" schaut, dann entdeckt man schnell Bezüge zum Militär. Unter Parole ist in diesem Zusammenhang ein Kennwort, ein Losungswort zu verstehen, dass Zugänge gewähren soll. Parolen sind in diesem Sinn quasi "Türöffner", die eine Zugehörigkeit und eine Berechtigung zum Ausdruck bringen. Gerade das Militär ist hierbei aber auch bekannt für markige Sprüche, die als Durchhalteparolen verstanden werden können. Die drei Einprägsamsten, die ich in meiner Zeit in der Militärseelsorge kennen gelernt habe,  lauteten:

  • Klagt nicht, kämpft!
  • Stress hat nur der Leistungsschwache.
  • Mann oder Maus?

Zugegebenermaßen nicht unproblematische Parolen, die im Kontext der Corona-Krise äußerst viel Sprengstoff liefern.

Die wohl bekannteste Pfälzer Durchhalteparole hat 1997 der Radrennfahrer Udo Bölts geprägt, indem er während der Tour de France seinem damaligen Teamkollegen Jan Ullrich zurief: "Quäl dich, du Sau!"

Parole oder Mantra?

Verschwörungstheorien. Ursachen, Gefahren, Lösungsansätze.

20. Januar 2021, KEB - KrisenBlog

Verschwörungstheorien gab es schon immer. Nicht erst seit Covid-19 kursieren haarsträubende Theorien über vermeintliche Ursachen und Urheber von Ereignissen. Zum Beispiel wurde Juden im 12. Jahrhundert Ritualmorde an Kindern, im 14. Jahrhundert das Vergiften von Brunnen und im 19. Jahrhundert das Anstreben der Weltherrschaft unterstellt. In Deutschland kam nach dem Ersten Weltkrieg die sog. Dolchstoßlegende auf und Holocaustleugner und Reichsbürger haben in unseren Tagen ihre je eigene Weise, Geschichte zu leugnen, zu verfälschen oder umzuinterpretieren.

Verschwörungstheorien dienen seit jeher zur Konstruktion von Feindbildern und damit zur Legitimation von Gewalt. Durch das Internet begünstigt verbreiten sich heutzutage Fehlinformationen zu aktuellen naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen, wie etwa dem Klimawandel und Impfungen, schnell und unkontrolliert und können somit Politik und Gesellschaft negativ beeinflussen.

Verschwörungstheorien. Ursachen, Gefahren, Lösungsansätze.

Mit Kanban durch die Corona-Krise

17. Dezember 2020, KEB - KrisenBlog

Der aus dem japanischen stammende Begriff "Kanban" bedeutet etwa so viel wie Karte, Tafel, Beleg oder auch Behälter. Bekannt wurde er 1947 durch das von Taiichi Ohno erfundene gleichnamige Steuerungsverfahren für Produktion und Fertigung. Ziel war es, Arbeitsabläufe zu optimieren und zu visualisieren. Im klassischen Modell wurden hierfür drei Spalten angelegt, die den Status der zu erledigenden Aufgaben anzeigen sollten, diese waren:

1. To Do (Hier standen Aufgaben, die noch zu erledigen sind)

2. Doing (Hier standen Aufgaben, deren Bearbeitung bereits begonnen hatte)

3. Done (Hier standen Aufgaben, die schon erledigt sind)

Mit Kanban durch die Corona-Krise

Die Seele impfen

17. Dezember 2020, KEB - KrisenBlog

Auf der Covid-19-Impfung ruhen die großen Hoffnungen für das Jahr 2021. Mit ihr soll alles besser werden und am besten so, wie es vor der Corona-Krise war.

Wen wundert es da, dass die Frage nach der besten Impfstrategie und wer zuerst geimpft werden soll, die Menschen umtreibt. Die (hoffentlich) lebensrettende Immunisierung gegen das Virus, ist zur Schicksalsfrage der Menschheit geworden. Wer jedoch nicht jenseits der 80 ist und keinem besonderen Berufsstand, wie z. B. der Ärzteschaft, dem Pflegepersonal und Rettungsdienst angehört, wird sich wohl noch Monate gedulden müssen, bis er oder sie an der Reihe ist. Umso wichtiger ist es, dennoch etwas für sich tun und seine "Seele zu impfen".

Die Seele impfen

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil IV

17. Dezember 2020, KEB - KrisenBlog

Die Auseinandersetzung mit dem Tod fällt vielen Menschen verständlicherweise schwer, weil er mit eigenen (Verlust-)Ängsten und (Verlust-)Erfahrungen in Verbindung steht. Auch seine Endgültigkeit und Unumkehrbarkeit macht vielen zu schaffen.

Die Corona-Pandemie konfrontiert uns gerade in den letzten Tagen mit einer hohen Anzahl an Todesfällen. Die Zahl der Todesfälle erreichte heute, am 18.12.20, mit 813 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch, 16.12.20, verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, lag am Freitagmorgen (18.12.20 - Stand 8:00 Uhr) bei 25.165.

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil IV

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil III

09. Dezember 2020, KEB - KrisenBlog

Zwei Männer sind dabei, Holz im Wald zu machen. Beiden haben einen etwa gleichgroßen Holzstoß vor sich, den sie mittels einer Axt, in handliche Holzscheite kleinhacken wollen. Der eine hackt den ganzen Tag pausenlos und wundert sich am Ende des Tages, dass sein Stoß an Holzscheiten nicht annährend so groß ist, wie der Stoß des anderen Mannes, der Pausen gemacht hat. Verwundert fragte er diesen: Wie ist das möglich? Ich habe den ganzen Tag ohne Unterlass Holz gehackt und dennoch hast du viel mehr zustande gebracht als ich. Daraufhin entgegnet ihm der andere: In der Zeit, wo ich Pausen gemacht habe, habe ich meine Klinge geschärft.

Pausen, Auszeiten und Ruhephasen sind wichtig. Desto mehr vor uns liegt, desto mehr wir zu bewältigen habe, desto wichtiger sind diese Zeiten. "Durchpowern" ist auf lange Sicht keine Lösung, im Gegenteil, es kann zum eigentlichen Problem werden.

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil III

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil II

01. Dezember 2020, KEB - KrisenBlog

Ordnung ist das halbe Leben...

so lautet ein etwas verstaubtes, altes Sprichwort. Unbestreitbar aktuell ist allerdings die Tatsache, dass Struktur und Ordnung für den Bereich des Krisenmanagements und der Krisenbewältigung unverzichtbar ist. "Struktur hilft gegen Chaos" lautet daher nicht umsonst ein zentraler Leitsätze in diesem Zusammenhang.

Kontra-Punkt-Ansatz zur Krisenbewältigung - Teil II

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