Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

(Körper-) Übungen für die Seele

30. April 2020, MWS - KrisenBlog

Körper und Geist, Leib und Seele gehören zusammen. Der Versuch, das eine vom anderen zu trennen, macht in der Regel krank. Um eine belastende Situation besser und erträglicher zu machen, braucht es oftmals gar nicht viel. Dazu gehört die Erkenntnis, dass äußere und innere Haltungen sich wechselseitig positiv beeinflussen können. Manches, was uns hierbei hilft, machen wir automatisch richtig, anders lässt sich leicht erlernen und kann bewusst angewendet, eine große Hilfe darstellen.

In dem kleinen Büchlein „Nur Mut! Das kleine Überlebensbuch. Soforthilfe bei Herzklopfen, Angst, Panik & Co.“ von Dr. med. Claudia Croos-Müller, geht es um kleine (Körper-) Übungen, die eine große Wirkung auf den ganzen Menschen haben. Als Fachärztin für Neurologie und Psychotherapie erklärt sie auf Basis fundierten medizinischen Wissens, was im Körper hierbei vorgeht und warum diese Techniken zu erfolgreich sind.

(Körper-) Übungen für die Seele

Hilfen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern

27. April 2020, MWS - KrisenBlog

Kinder und Jugendliche erleben auf ihre Weise die Corona-Krise. Für sie ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ihnen fehlen ihre Freunde, ihr Sportverein und ihre Klassenkameraden! Sie sind vielerorts durch das verunsichert und überfordert, was sie zuhause und über die Medien mitbekommen. Was tun – außer Hausaufgaben am PC erledigen? Netflixen, Skypen und Online-Spielen – ist das alles?

Hilfen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern

Das (innere) Team gewinnt!

23. April 2020, MWS - KrisenBlog

Wer will das nicht, stark und selbstbewusst durchs Leben gehen? Gerade für schwierige Zeiten brauchen wir äußeren, aber auch inneren Rückhalt, der uns die nötige Kraft gibt, das Anstehende zu meistern. Vor allem innere Stärke und Ausgeglichenheit sind für viele Situationen ausschlaggebend.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Jutta Heller einen im ersten Moment ungewöhnlichen, aber überaus effektiven Ansatz des „Selbstcoachings“ entwickelt. Sie ist Professorin für Training & Business Coaching an der Hochschule für angewandtes Management in Erding. In ihrem Praxisbuch „So bin ich stark. Gut aufgestellt mit dem inneren Team“ gibt sie hierfür wertvolle Impulse, die mittels praktischer Übungen sofort umgesetzt werden können.

Das (innere) Team gewinnt!

Eine Frage der richtigen Brille

20. April 2020, MWS - KrisenBlog

Martin Seligman hat die Sicht auf die Welt verändert. Der US-amerikanische Psychologe darf neben Abraham Maslow als der bekannteste Vertreter der sog. „Positiven Psychologie“ angesehen werden. Während die traditionelle Psychologie eher defizitorientiert ist, sich also mit den Mängeln, Schwächen und Verletzungen der Psyche auseinandersetzt, geht es Seligman und seinen Kollegen um die Stärkung der positiven Aspekte des Menschseins. Schlagworte sind hierbei Glück, Optimismus, Geborgenheit, Vertrauen und Vergebung.

Eine Frage der richtigen Brille

Schatzkiste Ressourcen

14. April 2020, MWS - KrisenBlog

Wertvolles muss nicht immer teuer sein. Kleinigkeiten können unbezahlbar werden.

Was einen Wert hat, ist nicht immer eine Frage des Feingoldanteils oder der Karat-Zahl. Vielmehr entscheidend können die Personen und Umstände sein, die z. B. in einem Gegenstand präsent sind. So kann in einer schlichten Rose, einer einfachen Muschel oder einem abgegriffenen Stofftier eine tiefe Bedeutung und enorme Kraft innewohnen.

Schatzkiste Ressourcen

Resilienz und das Stehaufmännchen

09. April 2020, MWS - KrisenBlog

Stehaufmännchen bzw. Stehauffiguren sind faszinierend. Ihre Stärke besteht nicht darin, starr und fest auf dem Boden verankert zu sein, sondern jeden Schubser, den sie abbekommen, auszupendeln und mit der Zeit wieder in eine aufrechte Position zu gelangen. Gewissermaßen kann sie nichts dauerhaft „umhauen“, sondern nur vorübergehend zwingen, wieder ihr Gleichgewicht zu finden.

Resilienz und das Stehaufmännchen

Kintsugi - Wertschätzung des Gebrochenen

06. April 2020, MWS - KrisenBlog

Wenn man im Internet nach dem Begriff „Kintsugi“ (dt. „Goldverbindung, -flicken“) sucht, dann erfährt man, dass es sich hierbei um eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik handelt. Mittels eines besonderen Lacks werden die Bruchstücke zusammengeklebt und fehlende Scherbenteile werden durch eine spezielle Kittmasse, in die feinstes Pulvergold eingestreut wird, ergänzt. Dadurch entsteht ein charakteristisches Äußeres, das die Wertschätzung der Fehlerhaftigkeit eines Objekts in der Vordergrund stellt. Gewissermaßen wird dabei Zerbrochenem neues Leben eingehaucht und Beschädigtem ein neuer Wert zuerkannt.

Kintsugi - Wertschätzung des Gebrochenen

Bilderflut für Kinder eindämmen

30. März 2020, MWS - KrisenBlog

Ich erinnere mich gut, als mich eine besorgte Mutter angerufen hat und mir ihre Sorgen im Hinblick auf ihren 9 jährigen Sohn geklagt hat. Er hatte in den Nachrichten ein Foto von einem bei einem Verkehrsunfall schwer beschädigten Auto gesehen. Dieses Bild hatte er in Verbindung mit dem Tod seines Onkels gebracht, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. In der Folge war der Junge immer wieder sehr aufgewühlt und hatte Albträume.

Bilderflut für Kinder eindämmen

Kampf oder Flucht?

25. März 2020, MWS - KrisenBlog

Keine Angst, diese Spinne auf dem Foto ist nicht echt. Im wirklichen Leben hätte ich mir nie so eine große Spinne auf den Arm gesetzt, da hätte ich viel zu sehr Angst vor gehabt.

Angst zu haben, Angst zu empfinden ist von Natur aus nichts Ungewöhnliches, im Gegenteil. Es ist vielmehr etwas Natürliches und aus Sicht der Evolution Überlebenswichtiges. Wären die Urmenschen sorglos mit großen Fleischfressern, wie Hyänen, umgegangen, hätte unsere Spezies womöglich nicht überlebt. Angst hat den Menschen somit vor dem Aussterben bewahrt.

Ausgangspunkt für diese angeborene (Basis-) Emotion ist zunächst die Wahrnehmung einer bestimmten Situation, in unserem Fall: Spinne auf dem Arm. Das, was jetzt blitzschnell in meinem Gehirn abläuft, ist die Interpretation dessen, was ich wahrnehme und damit ist die Frage verbunden: Ist das, was ich sehe, für mich gefährlich oder nicht?

Kampf oder Flucht?

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