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Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

Dekanat 1 Bad Dürkheim


Dekanat 2 Donnersberg


Dekanat 3 Germersheim


Dekanat 4 Kaiserslautern


Dekanat 5 Kusel

Dekanat 6 Landau


Dekanat 7 Speyer


Dekanat 8 Pirmasens


Dekanat 9 Saarpfalz


Dekanat 10 Ludwigshafen

Würzburger Synode

Die Würzburger Synode, die große Versammlung der deutschen Kirche im Sinne der Konzilsreformen stiftet 1974 für den Religionsunterricht die zukunftsweisende bis heute gültige Grundlage aus kirchlicher Sicht. Sie beschreibt folgende Ziele:

Im Religionsunterricht geht es

"nicht nur um Erkenntnis und Wissen, sondern ebenso um Verhalten und Haltung. Die Antworten des Glaubens haben Prägekraft. Aus ihnen ergeben sich Modelle und Motive für ein gläubiges und zugleich humanes Leben. Der Religionsunterricht macht infolgedessen auch ein Angebot von Bewältigungsmustern des Lebens - zur freien Aneignung durch den Schüler und zur Vorbereitung einer mündigen Glaubensentscheidung.


Aus alledem ergibt sich für den Religionsunterricht:

  • er weckt und reflektiert die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für das Handeln des Menschen und ermöglicht eine Antwort aus der Offenbarung und aus dem Glauben der Kirche
  • er macht vertraut mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zugrunde liegt und hilft, den Glauben denkend zu verantworten;
  • er befähigt zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien und fördert Verständnis und Toleranz gegenüber der Entscheidung anderer;
  • er motiviert zu religiösem Leben und zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft."

(Auszug, Beschluss "Der Religionsunterricht in der Schule", Würzburger Synode, 1974, Punkt 2.5.1)

Gesamttext mit Kommentierung von Ludwig Volz, dokumentiert durch die Deutsche Bischofskonferenz Verlinkung zu externer Seite(Download)

Religionsunterricht aus pädagogischer Sicht

Die Würzburger Synode begründet mit drei Argumentationssträngen die schulische Begründung von Religionsunterricht: kulturgeschichtlich, anthropologisch und gesellschaftlich.

Es muß demnach Religionsunterricht in der Schule geben

  • weil die Schule den jungen Menschen mit den geistigen Überlieferungen vertraut machen soll, die unsere kulturelle Situation geprägt haben, und weil Christentum in seinen Konfessionen zu unseren prägenden geistigen Überlieferungen gehört;
  • weil die Schule dem jungen Menschen zur Selbstwerdung verhelfen soll und weil der Religionsunterricht durch sein Fragen nach dem Sinn-Grund dazu hilft, die eigene Rolle und Aufgabe in der Gemeinschaft und im Leben angemessen zu sehen und wahrzunehmen;
  • weil die Schule sich nicht zufrieden geben kann mit der Anpassung des Schülers an die verwaltete Welt und weil der Religionsunterricht auf die Relativierung unberechtigter Absolutheitsansprüche angelegt ist, auf Proteste gegen Unstimmigkeiten und auf verändernde Taten.

Jeder dieser drei Argumentationsstränge hat sein spezifisches Gewicht."

(Auszug, Beschluss "Der Religionsunterricht in der Schule", Würzburger Synode, 1974, Punkt 2.3.4)

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